Agile Mitmachformatefür eine offene Kultur

Agile Mitmachformatefür eine offene Kultur

Vom reaktiven Beschwerdemanagement zur vertriebsorientierten Marketingplattform

Vortrag von Nora Möbus, Teamlead CRM | Nestlé Deutschland AGStrategieTage Customer Relationship Management am 20. und am 21. November 2018

Vom reaktiven Beschwerdemanagement zur vertriebsorientierten Marketingplattform

Vortrag von Nora Möbus, Teamlead CRM | Nestlé Deutschland AGStrategieTage Customer Relationship Management am 20. und am 21. November 2018

Gegründet vom Schweizer Apotheker Henri Nestlé vor über 100 Jahren ist Nestlé heute weltweit das größte Unternehmen im Bereich Lebensmittel und Getränke. Mit über 2000 Marken ist Nestlé  in 191 Ländern vertreten. Allein in Deutschland werden rund 10.500 Mitarbeiter mit Sitz in Frankfurt am Main beschäftigt. Die Namen wie Nescafe oder Maggi sind für jeden ein Begriff. Aber auch im Health Science Bereich entwickelt und vertreibt das Unternehmen innovative Produkte und Technologien.

Frau Nora Möbus ist bei Nestlé Deutschland AG als Change Agent and Consumer Service Manager Projects and Knowledge Management tätig. Sie hält einen Vortrag über agile Mitmachformate für eine offene Kultur (FedExDay, BarCamps, Snack Learnings).  Frau Möbus erklärt warum unser Mindset unsere größte Barriere zwischen alten und neuen Systemen ist. Und warum eine gute Strategie und die richtige Technologie nicht ausreichend sind.

Ein strukturierter Change-Prozess ist unabdingbar für die Verankerung agiler Techniken in einem Unternehmen. Die Intention des agilen Ansatzes zu erklären und die Vorurteile abzubauen ist das Ziel. Das agile Rollenmodell stellt sich gegenüber dem klassischen Rollenmodell, um die Perspektiven für alle Beteiligten zu veranschaulichen. Das Management muss seine Vorbildrolle wahrnehmen und die agilen Prinzipien für eine nachhaltige Einführung verinnerlichen und dauerhaft leben. Moderne Unternehmenskultur ist stark durch Vorbilder geprägt und gerade deshalb kommt auf das Management diese besondere Bedeutung zu. Auch die Erwartungen und das Rollenverständnis des Managements müssen sich entsprechend anpassen. Die Ausgangslage in Form der existierenden Unternehmenskultur ist ausschlaggebend für eine erfolgreiche Umsetzung eines solchen Vorhabens. Manche Unternehmen tun sich schwer mit agiler Evolution, weil sie nicht offen für Veränderungen sind und eher auf klassische Management-Techniken setzen. Die Zweifel an neuen Techniken basieren in der Regel an Erfahrungswerten, die bei der Umsetzung von Projekten in der Vergangenheit gesammelt wurden. Wichtigste Voraussetzungen für die Teambildung sind Motivation und Befähigung. Die Mitarbeiter des Managements betrifft es umso mehr. Erst aktive Mitwirkung des Managements ermöglicht eine nachhaltige Einführung agiler Techniken. Der Schlüssel zum Erfolg ist eine effektive Wissensvermittlung auf allen Organisationsebenen. Die Zielvereinbarungen in Stellenbeschreibungen sollen helfen, das veränderte Rollenverhältnis dauerhaft zu festigen. Externe Coachs schaffen dabei Abhilfe, indem sie die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen klassischem und agilem Management verdeutlichen. Ein offizielles Bekenntnis zu agilen Methoden hilft dabei, die Ernsthaftigkeit der agilen Ausrichtung zu untermauern. Ein Schritt, den die Geschäftsführung als erstes machen sollte. Denn die Entwicklung einer agilen Unternehmenskultur ist ein Vorgang, der eine ständige Begleitung und Ausrichtung nicht entbehren kann. Wenn ein Unternehmen agile Vorgehensweisen in allen Organisationsbereichen umsetzt, erst dann entfalten sie ihre volle Wirkung. Agile Ansätze und Techniken bieten ein enormes Potential und eine nachhaltige Verankerung ist dabei von entscheidender Bedeutung.